T-Shirt mit eigenem Label - Unsere Erfahrungen
Anbei ein kurzer Einblick, welche Möglichkeiten es gibt, seine T-Shirts entsprechend zu branden. Bei unserer ersten Produktion hatten wir uns für sogenannte “woven labels”, zu deutsch gewebte Labels entschieden. Das ist eigentlich der Klassiker und wird in der Regel sehr häufig verwendet. Herstellungskosten und Mindestabnahmemenge sind hier allerdings relativ hoch. Die meisten Produzenten erwarten, daß man zumindest 500 dutzend (=6000 St.) abnimmt. Wenn man T-Shirt Auflagen von nur wenigen 100 St. hat, ist dies aber eher unverhältnismäßig.
Trotz allem kann man die Labels natürlich aufgrund einer meistens neutralen Gestaltung (z.B die Abbildung des eigenen Logos) für alle zukünftigen Produktionen mitverwenden.
Bei unserer aktuellen Produktion sind wir etwas experimentierfreudiger. Das Necklabel werden wir direkt via Siebdruck auf die Nacken Innenseite des T-Shirts aufdrucken. Nach ersten Testläufen hat mir diese Variante wirklich sehr gut gefallen. Das ganze wirkt ziemlich stilvoll und irgendwie auch etwas extravagant.

Der Druck beinhaltet 2-Farben, logischerweise die schwarz/ rot Kombination unseres Logos. Für das Branding am Armbereich wird ein Teil unseres Logos in Iconform auf eine naturfarbene, grobe Baumwolloberfläche gedruckt. Das ganze kann man rollenweise beziehen. Die dünnen roten Striche markieren die Schnittmarken, an denen das ganze dann mit dem T-Shirt vernäht wird. Auch hier macht das Endergebnis einiges her. Sehr schick das ganze! Und wesentlich budgetfreundlicher als die woven Labels, da diese Variante weitaus niedrigere Mindestabnahmemengen voraussetzt.

Neben den hier vorgestellten 3 Möglichkeiten, also
- gewebte Label
- bedruckte Labelrolle
- Direkt Aufdrucken (meistens verwendet im Nackenbereich)
gibt es sicher noch einige Alternativen. Ich persönlich finde, daß man sein T-Shirt mit einem entsprechenden Label zweifelsohne aufwerten kann. Es erhöht die Individualtiät eines T-Shirts und trägt entsprechend zur Markenbildung bei.
Wie sieht das von Seitens der Kunden aus? Wie wichtig ist euch ein individuelles Label am T-Shirt? Entsteht hier aus eurer Sicht ein Mehrwert?
Oder betreibt ihr vielleicht selbst eine T-Shirt Company und habt selbst schon Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt?
Bei Fragen, welcher Natur auch immer, kann man diesbezüglich jederzeit mit uns in Kontakt treten.
Tags: Herstellung, T Shirt Branding, T Shirt Produktion, T Shirts selber machen, woven Labels


Am 6. August 2007 um 02:38 Uhr
Hi und Hallo,
bin gerade zufällig auf eure Homepage gestoßen und muss sagen, es gefällt mir wirklich sehr was ihr hier macht.
Vorallem, dass ihr eure eigenen Shirt herstellen lasst überrascht mich wirklich. Lohnt sich der ganze Aufwand?? Ich habe eine kleine Merchandise Firma und spiele seit einiger Zeit mit einem ähnlichem Gedanken, habe aber noch nen bischen Schiss vor den Anfang-Investitionen…
Ein paar Fragen habe ich, wäre ganz nett, wenn jemand die Zeit finden würde darauf zu antworten:
- Wieviel g/m² haben die Shirt denn ungefähr?
- Ein OEKO-TEX Siegel haben die Shirts ja mit Sicherheit nicht, könnt Ihr trotzdem irgendwie ausschließen, dass der spätere Träger des Shirts alergisch gegen irgendwas im Shirt reagiert?
- Wo Ihr die Shirt machen lassen habt steht glaube ich nirgends, könnt Ihr ausschließen, das bei der T-Shirt Produktion Kinder am Werk waren?
Schöne Grüße und weiterhin viel Erfolg
Heiko
Am 6. August 2007 um 09:46 Uhr
Hallo Heiko,
danke für deinen Beitrag. Ein T-Shirt zu produzieren ist im Prinzip sehr einfach, vor allem wenn man den Produktionsablauf mit dem anderer Textilien vergleicht.
Der Aufwand ist mit Sicherheit höher, da gebe ich dir recht. Auf der anderen Seite hast du direkten Zugriff auf jeden der einzelnen Schritte - ich schätze vor allem den Erfahrungswert, den das ganze mit sich bringt. Ausserdem erhöht sich natürlich die Flexibilität was Sonderwünsche etc. angeht. Möchtest du etwas bestimmtes ändern/ optimieren, drehst du einfach an der entsprechenden Schraube.
Wieviel g/ m² die Shirts haben hängt davon ab, welchen Stoff du einkaufst. Wir verwenden 180g/m².
Ich muß dazu sagen, daß ich den Luxus habe, aufgrund meines Studiums, den Großteil des Jahres über, in Thailand zu leben. Es ist also selbsterklärend, wo wir produzieren. Es gibt auch keinen Grund dies nicht auszusprechen. Das 2.te Weltländer immer mit Kinderarbeit und Massenproduktion assoziiert werden, ist ein weitverbreiteter Irrglaube. Labels wie AA werben sicher zu Recht mit korrekten Produktionsabläufen, das bedeutet aber nicht, daß jegliche Alternative unkorrekt ist.
Wir arbeiten beispielsweise nur mit kleinen Handwerksbetrieben. Zum einen sind diese sehr flexibel was die Produktionszahlen angeht, zum anderen ist das ganze sehr überschaubar. Dort arbeiten oft nicht mehr als 10 Leute, ich kann daneben stehen, während meine Shirts hergestellt werden, das wäre bei vielen großen Massenproduktionseinrichtungen schlicht unmöglich.
Hoffe, das hilft dir fürs erste weiter.
Am 12. Oktober 2007 um 17:20 Uhr
Hi aus der Ukraine,
bin ebenfalls zufällig auf eure Seite gestoßen. Wirklich starkes Stück, vor allem, weil ich selber gerade ein eigenes Label plane und versuche zu verstehen, was ich benötige dafür.
Thx for da Help.
Greetz
Gooch
Am 25. November 2007 um 02:05 Uhr
Wunderbare Infos, thanks a lot.
Leider für uns noch sicher eine Stufe zu hoch,
jedoch ein eigenes label im kragen wäre wirklich sinnvoll.
naja, vielleicht mal als sonderedition eine limitierte stückzahl rausbringen, umgenäht..
nen lieben grusz
ka
www.ninc.at
www.nincshirts.com
www.nnw.at
Am 17. Februar 2008 um 07:25 Uhr
Hallo,
und auch ich plane mein eigenes Label.
Was ich gerne wissen möchte, ist, wie ich an labelfreie T-Shirts komme, in die dann mein Label reinkommt.
Denn die T-Shirt-Hersteller haben ja schon ihr Label hinten drin, das erstmal raus muß/soll.
Und wer näht dann mein Label hinten rein und was kostet das? (In Eurem Beispiel auch: das Branding im Armbereich - wer näht das drauf?)
Würde mich sehr über eine Antwort freuen.
Viele Grüße!
Michael